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Daniel Wilke ist der Oberbürgermeisterkandidat der Freisinger Linken Hier geht's zum Blog von Daniel: http://wilkedaniel.wordpress.com/
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
mein Name ist Daniel Wilke, 25 Jahre jung, gebürtig aus Berlin und seit einigen Jahren sesshaft in Freising. Sie werden sich wahrscheinlich wundern, warum ein „Fremder“ sich für das Amt des Oberbürgermeisters bewirbt. Dazu ist es wichtig zu verstehen, dass Freising eine Stadt mit hoher Wanderungsbewegung ist; charakteristisch sind enorme Zu- und Fortzügler-Zahlen. Die meisten Menschen, die hier leben, sind aus anderen Bundesländern oder gar aus dem Ausland. Für mich selber war es damals, als ich zum ersten Mal in Freising eine Wohnung gesucht habe, ein inneres Wohlbefinden, die Sehnsucht nach etwas Provinzialem und die Abkehr von der anonymen, hektischen, lauten und stressigen Großstadt. Aber nicht allein diese Gründe waren ausschlaggebend. Um mich hinsichtlich der politischen Ausrichtung und meines gesellschaftlichen Tuns verstehen zu können, ist es notwendig, meinen Werdegang nachzuvollziehen.
Als Kind einer unteren Mittelstandfamilie geboren, in denen alle femininen Personen einfache Angestellte der Deutschen Post und die maskulinen Wesen den Beruf Handwerker ausüben – ohne einen akademischen Hintergrund jemals besessen zu haben - ,war es von Anbeginn nicht leicht, den Weg über das Abitur bis zum Hochschulstudium zu bestreiten. Oft mangelte es an finanzieller Ausstattung, an familiärer Unterstützung oder prekäre Arbeitsbedingungen sorgten für so mancherlei Schieflage, trotzdem sind es vor allem selektiv gesellschaftliche Schranken, die mir und anderen Menschen aus bescheidenen oder ärmeren Verhältnissen das Leben unnötig verkomplizieren. Insbesondere merke ich das anhand meines derzeitigen Studiums der Politikwissenschaft in München. Die Vorteile von KommilitonenInnen aus begüterten sozialen Lebensumständen sind bezeichnend. Während die einen gleichzeitig (mich mit eingeschlossen) neben dem Studium ein, zwei Jobs aufnehmen, weil Bafög und Studienkredite nicht ausreichen, sich einen banalen Lebensstandard zu halten beziehungsweise die Studiengebühren zu begleichen, haben die anderen freies Geleit und können sich ganz und gar auf das Studium konzentrieren. Die soziale Selektion in Deutschland sagt Grüß Gott. Durch die Herkunft und die Ereignisse im Laufe der Jahre geprägt, stand es für mich immer außer Frage, zu den „Schwarzen“, den Liberalen oder gar Öko-Liberalen namens „Bündnis 90/die Grünen“ zu gehen. Moderne Politik mittels Krieg, Sozialabbau, dem sogenannten „Gürtel-engerschnallen“-Prinzip, hierarchischen Strukturen und anti-ökologischer Wirtschaftspolitik zwecks Wachstum und der ständigen Profitmaximierung durchzusetzen, war und ist nicht meine Devise. Das ich Mitglied der Partei DIE LINKE bin und nun für das Amt des Oberbürgermeisters in Freising kandidiere, hat auch etwas mit Werten zu tun, nämlich die von Freiheit und Gleichheit. Mit Freiheit meine ich nicht negative Freiheit, nur die Wahl zwischen diversen Produkten zu haben, sondern die positive Freiheit, am politischen und wirtschaftlichen Geschehen teilzuhaben. Auf Freising übertragen, bedeutet das mehr Selbstverwaltung, Mitsprache und Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger durch Bürgerversammlungen mit verbindlichen Beschlüssen, einem Jugendparlament, Mitbestimmung in privaten und kommunalen Betrieben oder der Expertise von Wissenschafts-, Sozial-und Wirtschaftsbeiräten. Letztlich ist die Gleichheit nicht mit kollektiver Gleichschaltung zu verwechseln. Das erstere impliziert Chanchengleichheit für Freising, d.h. gebührenfreie Kitas, Krippen und Horte, bezahlbaren Wohnraum für jede und jeden, Antirassismus und Antifaschismus, die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, unumschränkter Zugang zu Kultur und des gesellschaftlichen Lebens mit Hilfe des Freising-Passes, usw. Das letztere ist die Abkehr von Bürgerrechten und dem mündigen Individuum. Ich trete dafür ein, Ihnen nicht alles heillos zu versprechen oder Honig um den Mund zu schmieren, ganz im Gegenteil, ich beziehe eindeutige Standpunkte, wofür Sie mich wählen können oder nicht. Das liegt ganz bei Ihnen.
Für eine neue soziale Idee
Ihr Oberbürgermeisterkandidat der Freisinger Linken.
Daniel Wilke
.Man sollte nie so viel zu tun haben, dass man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat.. Georg Christoph Lichtenberg, Schriftsteller und Physiker (1742-1799)
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